Kyuukyuu Sentai GoGoV

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Re: Kyuukyuu Sentai GoGoV

Beitrag von Suzu » Di 7. Jun 2016, 16:29

Ich brauch keinen "ernsten und dramatischen Ton" in Sentai, zumindest nicht unbedingt den 80er/90er Standard. Mir gefällt Sentai wie es derzeit ist sogar sehr gut.
Aber ich bin grundsätzlich für alles offen und das Thema scheint echt interessant zu sein, weil man es ja so sonst noch nirgends gesehen hat, weder davor noch danach.

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Red Ranger
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Re: Kyuukyuu Sentai GoGoV

Beitrag von Red Ranger » So 20. Mai 2018, 20:42

Ich habe mich am Wochenende voll und ganz GoGo V gewidmet, weshalb ich die Staffel jetzt auch schon durch hab. In meinem Statement zu den ersten 12 Folgen hab ich ja schon gesagt, dass die Staffel sich noch steigern muss, um eine höhere Platzierung zu bekommen. Und verdammt, hat sich die Staffel gesteigert. Irgendwie scheint es eine Eigenart der Takegami Tokus zu sein, dass die erst recht spät bei mir zünden. Das war auch bei Megaranger und Go-Onger so, während mir Gaoranger und Ryukendo recht schnell gefallen haben. Es hat zwar immer noch nicht zu einer Topplatzierung gereicht, aber dafür liegt die Staffel im guten Mittelfeld, wo eh sehr viele Staffeln eng beieinander liegen. Die Story von GoGo V mag zwar nicht die beste und komplexeste sein, aber es war genug, um bei Laune zu halten. Es ist auch recht viel in der Staffel passiert. Eigentlich gab es nach dem Zweiteiler in Folge 11 und 12 vergleichsweise wenige Filler. Natürlich gab es auch mal eine Phase mit mehreren Fillern hintereinader, aber ich hätte nicht erwartet, dass doch so viel in der Staffel passiert. Man muss aber sagen, dass viel von der Story von den Bösen ausgeht. Die wirkten in den ersten Folgen auch noch recht blass, haben sich aber gewaltig gesteigert. Vor allem als Salamandes auftaucht, geht es so richtig bei den Bösen los. Dem sind nämlich im Gegensatz zu Zylpheesa seine Geschwister egal, wodurch auch eine Rivalität zwischen ihm und seinen beiden übrigen Geschwistern Dinus und Kobolda entsteht. Interessant ist, dass man bei Lightspeed Rescue diese Rivalität auf Olympius und Diabolico umgemünzt hat, wodurch Vypra und Loki im Vergleich zu ihren Sentai Gegenstücken eher blass geblieben sind.

Die Rangers waren als Charaktere auch recht gelungen, wobei es vielleicht nicht Takegamis besten Charaktere waren. Matoi hat sich im Laufe der Staffel zwar gebessert, konnte seine Arroganz aber nie ganz ablegen. Dadurch ist Matoi für mich auch bisher der unsympathischste Red. Am besten haben mit Nagare und Matsuri gefallen. Dafür, dass die weiblichen Rangers sonst immer gerne vernachlässigt werden, hatte Matsuri doch einiges an Fokus bekommen. Und bei Nagare kann ich es immer noch nicht so recht glauben, dass er vom gleichen Schauspieler gespielt wird wie Jin in Kamen Rider Amazons. Diese beiden Charaktere sind so grundverschieden.

Storymäßig gab es aber auch einige etwas unlogische Momente. Wenn Grandiene die personifizierte Minus Energy ist, wie konnte sie dann am Ende überhaupt komplett vernichtet werden? Eine einfache Aussage, dass sie sich einfach selbst verbraucht hat, hätte hier schon den Unterschied gemacht. Dass die Mutter der Rangers wieder auftaucht, war vorherzusehen, hat dann aber auch für eine weitere Unlogik in einer vorherigen Folge gesorgt. Wie konnte sie als Geist ihre Kinder aus der Unterwelt heraus leiten, wenn sie noch gelebt hat? Und die wichtigste Frage der Staffel: Wie konnte Mondo alles ohne Hilfe aufbauen und was war seine Motivation? Er hat zwar gesagt, dass er die Rückkehr der Saima Familie geahnt hat, aber nur für eine Ahnung seine Familie zu verlassen? Wo war sein Beweis für die Rückkehr der Saima Familie? Später hatte er zwar bei der Entwicklung von Liner Boy und den Mars Machines Hilfe, aber was war vorher? Da passt auch das Rettungsthema nicht so ganz. Es hätte da mehr Sinn gemacht, wenn Mondo z.B. ein Archäologe wäre, der bei Ausgrabungen die Power Quelle und einen Beweis für die Rückkehr der Saima gefunden hätte.

Ansonsten war GoGo V durchaus eine gelungene Staffel. Bis auf die offensichtlichen Logiklöcher macht die Staffel eigentlich nicht viel falsch. Man muss aber erst einmal den etwas lahmen Anfang überstehen, der vielleicht auch etwas abschreckend wirken könnte.

Da ich mit GoGo V nun auch alle 90er Staffeln gesehen habe, will ich nun auch auf die 90er als Sentai Jahrzehnt an sich eingehen. Interessanterweise haben die 90er für mich mit der schwächsten Staffel angefangen und dann mit der stärksten Staffel nachgelegt. Fiveman steht von den 90er Staffeln auf dem niedrigsten Platz, während Jetman auf dem höchsten Platz steht. Dafür hat es keine andere Staffel in die Flop 10 geschafft, aber dafür ist mit Kakuranger noch eine Staffel in den Top 10 vertreten. Der Rest verteilt sich im Mittelfeld. Und das spiegelt auch sehr gut wieder, was ich über die 90er als Sentai Jahrzehnt denke. Es war doch sehr durchschnittlich. Wenige herausragende Staffeln, aber dafür auch kaum Fehlgriffe. Es war ein recht solides Jahrzehnt, auch wenn solide in diesem Fall mittelmäßig bedeutet. Aber lieber viele durchschnittliche Staffeln, die auch unterhaltsam sind, als viele schlechte Staffeln.
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Re: Kyuukyuu Sentai GoGoV

Beitrag von Ranger L » Mo 21. Mai 2018, 04:06

Red Ranger hat geschrieben:
So 20. Mai 2018, 20:42
Interessant ist, dass man bei Lightspeed Rescue diese Rivalität auf Olympius und Diabolico umgemünzt hat, wodurch Vypra und Loki im Vergleich zu ihren Sentai Gegenstücken eher blass geblieben sind.
Ich muss sagen, dass ich da die Umsetzung von Lightspeed Rescue bei weitem besser fand, vor allem der Umgang mit Diabolico. Es stimmt zwar, dass Vypra und Loki dadurch etwas an Fokus eingebüßt haben, aber ich fand einfach die Entscheidung, Diabolico recht früh als Hilfe gegen Olympius zurückzubringen sehr viel logischer, als Zylpheesas seltsame Rückkehr ganz am Ende, als Salamandes schon weg war. Das hat total unnötig gewirkt, nur damit man am Ende mit seinem Seitenwechsel nochmal auf die Tränendrüse drücken konnte. Die Entwicklung hat sich in Lightspeed Rescue viel natürlicher angefühlt.
Red Ranger hat geschrieben:
So 20. Mai 2018, 20:42
Und bei Nagare kann ich es immer noch nicht so recht glauben, dass er vom gleichen Schauspieler gespielt wird wie Jin in Kamen Rider Amazons. Diese beiden Charaktere sind so grundverschieden.
Sowas find auch immer faszinierend. Ich bin sicher, dass ich das hier nicht mal erkannt hätte, wenn ich es nicht gewusst hätte. Selbst wenn ich Bilder von Nagare und Jin nebeneinander sehe, fällt es mir teilweise noch schwer zu erkennen, dass das die gleiche Person ist.
Red Ranger hat geschrieben:
So 20. Mai 2018, 20:42
Storymäßig gab es aber auch einige etwas unlogische Momente. Wenn Grandiene die personifizierte Minus Energy ist, wie konnte sie dann am Ende überhaupt komplett vernichtet werden? Eine einfache Aussage, dass sie sich einfach selbst verbraucht hat, hätte hier schon den Unterschied gemacht.
Mein Problem damit war vor allem, dass ich nicht so ganz verstanden hab, wieso sie es einfach so überleben kann, wenn ihr eigener Körper zerstört wird, aber wenn ihre Söhne vernichtet werden, dann stirbt sie auch. Das war auch wieder so ein Fall, wo Lightspeed Rescue die Reihenfolge der Ereignisse etwas verändert hat (sodass das Ende von Diabolico und Olympius vor dem Finale gekommen ist), wodurch es danach viel mehr Sinn gemacht hat.
Red Ranger hat geschrieben:
So 20. Mai 2018, 20:42
nd die wichtigste Frage der Staffel: Wie konnte Mondo alles ohne Hilfe aufbauen und was war seine Motivation? Er hat zwar gesagt, dass er die Rückkehr der Saima Familie geahnt hat, aber nur für eine Ahnung seine Familie zu verlassen? Wo war sein Beweis für die Rückkehr der Saima Familie? Später hatte er zwar bei der Entwicklung von Liner Boy und den Mars Machines Hilfe, aber was war vorher? Da passt auch das Rettungsthema nicht so ganz. Es hätte da mehr Sinn gemacht, wenn Mondo z.B. ein Archäologe wäre, der bei Ausgrabungen die Power Quelle und einen Beweis für die Rückkehr der Saima gefunden hätte.
Ja, dieser ganze mangelnde Background in Verbindung mit dem Rettungsthema ist wahrscheinlich das größte Problem der Staffel. Vor allem, es ist ja nicht nur, dass Mondo keinen Beweis für ihre Rückkehr hatte, man hat ja noch nicht mal erfahren, woher er überhaupt von der Existenz der Psyma wusste.
Und dann auch noch so Sachen wie, dass er angeblich 10 Jahre für die Entwicklung von alldem gebraucht hat, sich dann aber am Ende einfach mal eben einen brandneuen Max Victory Robo aus dem Ärmel ziehen kann.
Das waren dann alles mitunter die ausschlaggebenden Punkte, warum die Staffel bei mir letzten Endes doch recht weit unten gelandet ist, trotz gutem Storytelling und guten Charakteren.
Red Ranger hat geschrieben:
So 20. Mai 2018, 20:42
Da ich mit GoGo V nun auch alle 90er Staffeln gesehen habe, will ich nun auch auf die 90er als Sentai Jahrzehnt an sich eingehen. Interessanterweise haben die 90er für mich mit der schwächsten Staffel angefangen und dann mit der stärksten Staffel nachgelegt. Fiveman steht von den 90er Staffeln auf dem niedrigsten Platz, während Jetman auf dem höchsten Platz steht. Dafür hat es keine andere Staffel in die Flop 10 geschafft, aber dafür ist mit Kakuranger noch eine Staffel in den Top 10 vertreten. Der Rest verteilt sich im Mittelfeld. Und das spiegelt auch sehr gut wieder, was ich über die 90er als Sentai Jahrzehnt denke. Es war doch sehr durchschnittlich. Wenige herausragende Staffeln, aber dafür auch kaum Fehlgriffe. Es war ein recht solides Jahrzehnt, auch wenn solide in diesem Fall mittelmäßig bedeutet. Aber lieber viele durchschnittliche Staffeln, die auch unterhaltsam sind, als viele schlechte Staffeln.
Nach 9/10 Staffeln seh ich das insgesamt recht ähnlich. Die 90er haben wenige Ausschläge ganz nach oben, aber auch wenige ganz nach unten und das Meiste spielt sich irgendwo im Mittelfeld ab. Wobei sich für mich ganz klar die Tendenz herauskristallisiert hat, dass die besseren Sachen vor allem Mitte bis Ende der 90er waren, während von den früheren Staffeln viele eher weiter unten in meinem Ranking stehen. (GoGoV ist dabei eigentlich der einzige Ausreißer)
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